Bundesliga-Spieltag 19: Wenn Fußballgötter würfeln

Das pure Chaos regiert Deutschland

Am 19. Spieltag der Bundesliga war offenbar der Fußballgott betrunken – oder er hat einfach mal alle Gesetze der Logik über Bord geworfen. Während der FC Bayern München in der Allianz Arena gegen den FC Augsburg mit besseren Expected Goals verliert, sammelt Borussia Dortmund weiter fleißig Punkte, die eigentlich anderen gehören. Ein Spieltag, der perfekt zeigt: Manchmal ist Fußball einfach verrückt.

Spiel der Woche: Bayern verliert das Unmögliche

Wenn der FC Bayern München zu Hause gegen den FC Augsburg mit 1:2 verliert, obwohl die xG-Werte 1,85 zu 1,65 für die Münchener sprechen, dann ist das nicht nur eine Niederlage – das ist ein statistisches Wunder. Die Differenz von nur 0,2 zeigt, wie ausgeglichen diese Partie wirklich war. Aber hey, der FC Augsburg hat bewiesen: Manchmal reichen auch weniger Chancen, wenn man sie konsequenter nutzt. Die Bayern-Fans werden sich fragen, ob das der Anfang einer Krise ist oder einfach nur ein Ausrutscher. Spoiler: Es ist wohl eher Letzteres, aber in München wird trotzdem nervös geworden.

Glückspilz des Spieltags: Freiburg feiert im Schwarzwald

Drei Teams teilen sich heute den Titel des größten Glückspilzes: der SC Freiburg, Borussia Dortmund und die TSG Hoffenheim – alle mit einem Delta von +2 zwischen tatsächlichen und Expected Points. Aber schauen wir mal genauer hin: Der SC Freiburg gewinnt gegen den 1. FC Köln mit 2:1, obwohl die Gäste mit 1,82 xG eigentlich die besseren Chancen hatten (Freiburg nur 1,51). Das nennt man Effizienz – oder einfach einen guten Tag vor dem Tor. Im Schwarzwald-Stadion wird heute gefeiert, während in Köln die Köpfe geschüttelt werden.

xG-Opfer: Wenn drei Teams gemeinsam leiden

Das Pech verteilt sich heute gleichmäßig: der FC Bayern München, Werder Bremen und Eintracht Frankfurt verlieren alle einen Punkt gegenüber ihren Expected Points. Besonders bitter für Werder Bremen: Sie verlieren in der BayArena gegen Bayer Leverkusen mit 0:1, obwohl sie mit 1,68 xG die besseren Chancen hatten als die Gastgeber (1,35). Das ist die Art von Niederlage, die einen zur Weißglut treiben kann. Leverkusen holt drei Punkte mit der Brechstange – manchmal reicht das eben.

Ehrliche Tabellenlage: Die große Umverteilung

Ein Blick auf die ehrliche Tabelle zeigt: Borussia Dortmund führt das Glücksranking mit sagenhaften 16,5 Punkten an, die sie mehr haben, als sie verdient hätten. Platz 2 in der offiziellen Tabelle, aber nur Platz 4 in der xP-Tabelle – das ist schon bemerkenswert. Die TSG Hoffenheim (+15) und der FC Bayern München (+7) vervollständigen das Glücks-Podium.

Auf der anderen Seite steht Werder Bremen als das große Opfer der Saison da: -9 Punkte Differenz bedeutet, dass sie eigentlich auf Platz 9 stehen müssten statt auf dem Relegationsplatz 17. Auch der FC St. Pauli (-4,5) und der 1. FC Heidenheim (-6) haben deutlich mehr verdient, als sie bekommen haben.

RB Leipzig würde in der ehrlichen Tabelle auf Platz 2 stehen – 7 Plätze besser als aktuell. Das ist die Kehrseite der Medaille: Während andere das Glück haben, kämpft Leipzig mit der Konstanz beim Punkte sammeln.

Ausblick: Das Glück ist ein Vogerl

Nach 19 von 34 Spieltagen kristallisiert sich ein Muster heraus: Die Bayern bleiben Tabellenführer, egal ob ehrlich oder offiziell. Aber dahinter wird es spannend. Kann Dortmund das Glück weiter auf seiner Seite behalten? Wird Werder Bremen endlich mal die Punkte holen, die sie verdienen? Und schafft es RB Leipzig, ihre gute Leistung in Punkte umzumünzen?

Der nächste Spieltag wird zeigen, ob sich das Glück wieder neu verteilt oder ob die aktuellen Trends anhalten. Eins ist sicher: In der Bundesliga ist die Saison noch lange nicht entschieden – weder in der offiziellen noch in der ehrlichen Tabelle.